Bei einer Mammographie im Dezember 2013 wurde Margit Sams mit der überraschenden gleich wie schockierenden Diagnose konfrontiert: Brustkrebs. „Von diesem Zeitpunkt an folgte eine Hiobsbotschaft der anderen: Die Brust musste entfernt werden, auch die Lymphknoten waren befallen“, blickt sie zurück. Die Salzburgerin unterzog sich einer 16wöchigen Chemotherapie und erholte sich in der Folge sehr gut.


Gute Erholung dank Bewegung

Während ihrer Erholungsphase in Goldegg half der heute 67-Jährigen regelmäßige Bewegung. „Ich kann jeder von Brustkrebs betroffenen Frau nur raten, jeden Tag einen Spaziergang zu machen. Auch wenn es einem einmal nicht so gut geht. Mir hat das sehr geholfen.“ Langsam begann Margit auch wieder mit dem Laufen und steigerte binnen weniger Wochen ihr Pensum von zwei Kilometern auf acht Kilometern. Dazu machte sie täglich zehn bis 15 Minuten Gymnastik. „Ich habe mein Niveau, das ich vorher hatte, überraschend schnell wieder erreicht“, erzählt sie. Angesichts der beachtlichen Fortschritte setzte sie sich das mutige Ziel, am 29. Juni 2014 an der Startlinie des Salzburger Frauenlauf zu stehen. Margit bewältigte die Aufgabe in Begleitung ihrer Tochter Judith souverän und absolvierte die 5,2 Kilometer lange Strecke in rund einer halben Stunde.

Beispielhafte Geschichte

Seit Anbeginn des Salzburger Frauenlauf ist die Österreichische Krebshilfe Salzburg ein treuer Partner der Veranstaltung. Gemeinsam wird Aufklärungsarbeit zum Thema Brustgesundheit geleistet. Dabei werden die positiven Auswirkungen sportlicher Ausdauer aufgezeigt. Margits Geschichte ist beispielgebend dafür, wie sehr regelmäßige Bewegung Menschen auch in Zeiten, in denen es nicht gut geht, helfen kann. „Ich habe stets das Bedürfnis, meine Geschichte zu erzählen, um anderen Frauen, die ebenfalls mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert werden, Mut zu machen. Außerdem kann ich dadurch auch dem Personal bei den Barmherzigen Brüdern öffentlich meinen Dank aussprechen."


Großartige Erinnerungen

„Am meisten bleibt mir die Gemeinsamkeit in Erinnerung, ein Teil zu sein von zahlreichen Frauen und Mädchen, die sich gerne bewegen. Ich habe mich irrsinnig gefreut, dass ich dabei sein durfte“, hat Margit nur positive Erinnerungen vom Salzburger Frauenlauf 2014 mitgenommen. Auch heuer wäre sie liebend gerne dabei gewesen, ein notwendiger Routine-Eingriff zur Erneuerung ihrer Implantate hat ihr einen Strich durch diese Rechnung gemacht. „Aber 2016 bin ich sicher wieder dabei!“